Loslassen! Los! Lassen! Lass los!

Mut zur Angst

Mut zur Angst

Angst kann dein Freund oder Feind sein. Weil sie nichts Festes ist, geht es um unsere Beziehung zu ihr. Es geht um die Art, wie wir mit ihr umgehen, ob wir mit ihr tanzen oder kämpfen. Sie spielt sich im Kopf ab: Angst zu meistern bedeutet, das Gespräch im Kopf zu erkennen und zu verändern. Furchtlos zu sein, bedeutet nicht die Abwesenheit von Angst, sondern der freundschaftliche Umgang mit ihr.

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Happy End

Happy End

Wer sich frisch verliebt, erlebt im Gehirn einen intensiven Dopaminrausch. Der ist von kurzer Dauer. Wir sind zugleich glücklich und voll quälerischer Selbstzweifel. Wir schweben in den Wolken, wenn wir an die begehrte Person denken. Doch wir entscheiden uns nicht, uns zu verlieben. Es geschieht einfach. Anfangs fühlt sich das freiwillig an. Aber verliebt zu sein, beeinträchtigt unseren Willen. Wer sich verliebt, hofft den anderen zu besitzen und fürchtet sich davor, abgelehnt zu werden. Das steigert auch das Verlangen. Der Buddha lehrte, dass wir leiden, indem wir anhaften. Befreiung entsteht indem wir das Anhaften beenden. Anhaften ist ein aktives, kein passives Verb.

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Fokus

Fokus

Vor zehn Jahren veröffentlichte der Google-Mitarbeiter Chade-Meng Tan das Buch „Search Inside Yourself – Optimiere dein Leben durch Achtsamkeit“. Seine These ist, dass der Erfolg einer Firma auf der Selbsterkenntnis des einzelnen basiert. Wenn wir aufmerksam sehen, was in uns vorgeht, können wir unser Denken und Verhalten fokussieren. Wir können uns selbst beherrschen und die Emotionen anderer nachvollziehen. Achtsamkeit ist die Grundlage unserer Einsichten und unseres Handelns. Indem wir sie schulen, schaffen wir einen ruhigen und klaren Geist. Selbstbewusstsein und Empathie sind Aspekte der Achtsamkeit, sagt der US-Wirtschaftsjournalist und Psychologe Daniel Goleman. Soziale Kompetenz beruht auf der Art und Weise, wie wir mit uns selbst umgehen und was wir in anderen sehen.

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Traumyoga

Traumyoga

Die Grenze zwischen Wachen und Träumen ist durchlässig, vergleichbar mit der Schnittstelle zwischen Erinnerung und Vorstellung. Wenn wir im Schlaf träumen, identifizieren wir uns mit dem Traum und glauben, dass unsere Erfahrung real ist. Wenn wir aufwachen, stellen wir fest, dass es nur ein Traum war. Indem wir den Übergang erkennen, lernen wir diese Zustände zu unterscheiden. Im Klartraum sind wir bewusst, dass wir träumen.

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Nachgefragt

Ein Interview geführt von Teresa SchomburgBerliner Morgenpost und Hamburger AbendblattAusgabe 13. November 2021 1) Warum ist Achtsamkeit am Arbeitsplatz sinnvoll?Achtsamkeit ist bei der Arbeit eingeführt worden als Stress-Bewältigungstechnik. Die Hauptsache ist dabei:...

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Kontrolle aufgeben

Kontrolle aufgeben

Wer Unbekanntes fürchtet, strebt nach Kontrolle. Wer perfekt sein will, hat Angst vor dem, was passieren könnte, wenn wir es nicht tun. Kontrolle erfordert, dass wir willentlich unseren Geist eng fokussieren. Im Yoga und der Meditation geht es gerade um das Gefühl der Verbundenheit und einen Zustand der Einheit. Erst wenn unser Geist zur Ruhe kommt, erfahren wir den harmonischen Zustand des Seins und inneres Glück. Wir können das akzeptieren, was ist. Wer sich einlässt, strebt nicht. Wir unterscheiden beim Erleben nicht zwischen uns und dem, was uns widerfährt. Unserem Geist wird zum weiten Raum. Wie ein Blatt im Wind, erleben wir uns als Blatt und als Wind. Wir sind Teil der Natur.

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Herbstblues

Herbstblues

In dieser Woche fühlte ich mich sentimental, summte melancholische Lieder wie Autumn Leaves. Im Lied erinnert das Herbstlaub an eine alte Liebe. Zwei Menschen, die zusammen waren, trennten sich leise. Nur eine durchsichtige Erinnerung bleibt. Nach dem Aufblühen des Lebens im Frühling, dem Blühen und Wuchern im Sommer, fallen jetzt die Blätter. Die kahlen Äste erinnern uns an die Vergänglichkeit aller Dinge. Wer die Schönheit eines Sonnenaufgangs, des farbigen Herbstwaldes, einer Beziehung, oder der Umarmung eines Kindes genießt, weiß: Bald sind die schönen Augenblicke vorbei. Wenn unser Herz berührt wird, erkennen wir, wie flüchtig diese Welt ist. Der Herbstblues ist da.

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Die Heimat im Herzen

Die Heimat im Herzen

Doch unser unruhiger Geist will uns mit unverarbeiteten Erfahrungen konfrontieren, die schmerzhaft und vielleicht sogar beängstigend sind. Dann wollen wir nicht nach Hause zurückkehren und uns den Schwierigkeiten in uns stellen. Es ist es wichtig, dass wir dann Mitgefühl für uns selbst empfinden. Um alte Wunden zu heilen und Wohlbefinden zu erfahren, müssen wir uns beruhigen und nach innen wenden. „Anstatt auf einen Gedankenzug aufzuspringen, der in die Zukunft fährt, oder uns in die Vergangenheit transportiert, müssen wir im Bahnhof innehalten. Unseren Atem und die Empfindungen im Körper wahrzunehmen, hilft uns, auf dem Bahnsteig des Jetzt zu bleiben,“ schreibt die amerikanische Meditationslehrerin Kaira Jewel Lingo.

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Lieben heißt sich einlassen

Lieben heißt sich einlassen

Vergangenheit und Zukunft sind Gedanken, die nur im Jetzt existieren. Wir leben nur im Augenblick, und dieser Augenblick ist es unendlich. Der Augenblick ist die einzige Realität, er selbst ist Teil des Augenblicks. Zu Lieben bedeutet, die Liebe im Augenblick zu erleben, in dem wir uns ohne nachzudenken einlassen.

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Authentisch handeln ist dynamisch

Authentisch handeln ist dynamisch

Der buddhistische Lehrer Chogyam Trungpa siedelte Authentisch-Sein im Spannungsfeld zwischen Entsagung und Teilhabe an der Welt an. Wer authentisch handelt, sagt er, lehnt es ab, feige zu sein oder sich anzupassen. Eine authentische Präsenz habe sowohl einen ruhigen Geist, als auch die Intention, die auf die Welt einzuwirken. So können wir, die Wellen des Chaos mit einem wahrhaftigen und transparenten Geist reiten.

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Dazugehören

Dazugehören

Wer seine Meinung der Zugehörigkeit unterordnet, weiß schließlich nicht wer er ist. Es ist paradox, schreibt die US-Forscherin Brené Brown: „Wer sich bemüht, akzeptiert zu werden, kann sich nie zugehörig fühlen. Wir gehören erst dazu, wenn wir zu uns stehen.“ Wer sich zugehörig fühlt, braucht nicht mit der Welt zu verhandeln. Indem wir uns und die anderen akzeptieren, wie wir sind, fühlen wir uns zugehörig. Wir stehen zu unserer Identität, den Bedürfnissen und Überzeugungen, ohne die Identität eines anderen Menschen herabzusetzen. Andere zu lieben, beginnt indem wir an uns selber glauben. Sich zugehörig fühlen, beginnt also mit dem Satz: „Ich bin bereit, mit mir allein zu sein, wenn es sein muss.“

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Scham mit Mitgefühl begegnen

Scham mit Mitgefühl begegnen

Scham ist ein soziales Gefühl, das Publikum braucht. Wenn wir gegen Normen verstoßen, an die wir glauben, schämen wir uns. Die Scham trifft uns dort, wo wir am verletzlichsten und am unsichersten sind. Sie wächst exponentiell, wenn wir sie geheim halten, unterdrücken oder verurteilen. Wenn wir uns schämen, schauen wir nach innen und sehen unser gesamtes Selbst in einem negativen Licht. Wir denken, dass wir tatsächlich schlecht sind, und sind besorgt, was andere über uns denken. Wenn wir uns entblößt und klein fühlen, können wir anderen nicht in die Augen schauen. Wir erröten, schwitzen, stottern und signalisieren so, dass wir unsere Fehler erkennen. Der innere Kritiker kann triumphieren: „Du bist ein Versager.“ „Wer will dich schon lieben?“

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Intim sein mit sich

Intim sein mit sich

„Intim zu sein, ist das Gegenteil vom Loslassen“, schreibt die amerikanische Buddhistin Dr. Willa Blythe Baker. Um einen großen Baum von einer invasiven Ranke zu befreien, sollten wir beide sehr genau kennen. Wer nicht auf beide achtet, fällt manchmal den Baum. In der Meditation ist das genauso. Wer meditiert, um sich leicht und ausgeglichen zu fühlen, will seine Unruhe hinter sich lassen. Das ist verständlich, wenn wir aufgefordert werden, unseren Geist immer wieder auf den Atem oder einen anderen nicht-begrifflichen Fokus zu richten. Bei der Entwicklung der Konzentration, dem gerichteten Fokus, gilt abschweifen als „Ablenkung“. Das ist eine wertvolle Eigenschaft. Doch wo soll die Unruhe hin? Sie will gesehen und gehört werden.

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Vom Verzweifeln zum Vertrauen

Vom Verzweifeln zum Vertrauen

Die buddhistische Psychologie sieht störende Emotionen als etwas, das unser klares Bewusstsein und unsere essentielle Güte verdeckt. Sie sind wie die Wolken am Himmel. Lassen wir uns durch sie verwirren, bestimmen sie, wie wir wahrnehmen und handeln. Damit erlauben wir ihnen wiederzukehren und unsere Beziehungen, unsere Arbeit und Selbstsicht zu verkomplizieren. Wer achtsam ist, kann seine emotionalen Fixierungen erkennen. Das nimmt ihnen die Macht. Diese dunklen Momente und beunruhigenden Gefühle laden uns also ein, unsere natürliche Weisheit zu entdecken und zu wachsen, das Unerwünschte in etwas Erwünschtes zu transformieren. Indem wir uns auf die Klarheit des Geistes einlassen, können Feinde zu Freunden werden.

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Glaubenssätze filtern die Realität

Glaubenssätze filtern die Realität

Unsere Ängste entstehen aus dem Gefühl, dass wir und andere getrennt seien. Wer uns ablehnt, stellt unsere Identität in Frage. Deshalb ist es für viele leicht, vor einer Gruppe von Freunden, aber schwierig, vor einer großen Menschenmenge zu singen. Wir wollen bestätigt werden, und bei Freunden erwarten wir eher Zuspruch. Wenn wir Informationen interpretieren, sollen sie unseren Standpunkt bestätigen. Das zeigen wir auch in der Art, wie wir argumentieren und uns in Beziehungen verhalten. Diese Neigung strukturiert sowohl das, woran wir uns erinnern, als auch unsere – oft falschen – Vorstellungen von uns selbst. Das Gleiche gilt auch für gesellschaftliche Gruppierungen. Die Gleichberechtigung der Frauen, beispielsweise, wurde zwar vor allem von Männern gebremst, aber auch von Frauen, die glaubten, intellektuell unterlegen zu sein.

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Apps für Meditation boomen

Apps für Meditation boomen

Die scheinbar endlose Corona-Pandemie belastet auch die psychische Gesundheit von Menschen auf der ganzen Welt. Wir brauchen andere Formen der Kommunikation und Hilfen, um uns zu entspannen und zur Ruhe zu kommen. Virtuelle Angebote boomen. Sie müssen nicht mehr heruntergeladen, sondern können gestreamt werden. Als App begegnen sie uns überall, wo wir sind: auf dem Handy. Angeführt wird die Liste der am meisten heruntergeladenen Apps vom Videokonferenz-Tool Zoom und der Luca-App. Das Streaming von Musik, Büchern, Spielen, Filmen und die Nutzung von Email-Diensten und sozialen Medien hat gigantisch zugenommen. Bankfilialen schließen, während die Onlinebanking-Apps boomen.
Auch im Gesundheitssektor schreitet die Digitalisierung voran, die Verbindung von Internet und Medizin wird zu „E-Health“. Patienten sollen schneller und besser versorgt werden. Die ersten „Digitalen Gesundheitsanwendungen“ (kurz: DiGA), werden seit Oktober 2020 von Ärzten und Psychotherapeuten verordnet. Ähnlich wie eine Gehhilfe oder ein Medikament wie Insulin gibt es jetzt „Apps auf Rezept“.

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Selbstgespräche um Mut zu machen

Selbstgespräche um Mut zu machen

Selbstgespräche können uns anfeuern. Untersuchungen im Sport bestätigen die positive Wirkung von ermutigenden Worten auf die Leistung. „Wenn die Selbstgespräche jedoch neutral sind, etwa ‚Was muss ich tun?‘, oder positiv, wie ‚Ich kann das schaffen‘, dann ist das Ergebnis viel effektiver,“ sagt die amerikanische Ergotherapeutin Dr. Julia Harper. Selbstgespräche sind von Vorteil, kommentiert sie, wenn wir darauf achten, wie wir mit uns selbst sprechen. Bei positiven Selbstgesprächen geht es um neutrale und hilfreiche Aussagen, die uns zum Erfolg inspirieren. Wichtig ist der Inhalt und der emotionale Tonfall dessen, was wir sagen.

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Schatten auflösen

Schatten auflösen

Das innere Kind repräsentiert unser ursprüngliches Selbst. Es hat die Fähigkeiten, sich zu wundern, zu freuen, sowie unschuldig und sensibel zu spielen. Mitfühlend können wir die Sorgen dieses Kindes wieder neu erleben. Wir verurteilen es nicht, sondern halten es und hören tief zu, was es zu sagen hat. Wir verstehen, wie verletzt es ist, wie wir es vernachlässigt haben und wie schwer es ihm fällt, uns zu vertrauen. Wir können ihm zeigen, dass wir es ernst meinen, indem wir unser Verhalten ändern, uns öfters ausruhen, mehr in die Natur gehen, mehr lachen, und uns von dem trennen, was es weiterhin verletzt. Erst dann schätzen wir das Leben unseres inneren Kindes vollständig.

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Nach Hause kommen

Nach Hause kommen

Alle schwierigen Momente ereignen sich im gegenwärtigen Augenblick. Egal was geschieht, es ist anders als das, was wir auf die Zukunft projiziert haben. Angst ist immer nur eine Vorstellung, immer unecht. Kann das, was wir fürchten, jemals so eintreten? Um mit uns im Einklang zu sein, heißen wir deshalb das Unbekannte willkommen. In den Worten von Joseph Campbell: „Wir müssen das Leben, das wir geplant haben, loslassen, um das Leben, das auf uns wartet, zu akzeptieren.“ Dann können wir uns auf die Weite des Bewusstseins und der Liebe einlassen. Und wenn es kompliziert wird, können wir immer zur Einfachheit zurückkehren: Sei dir bewusst, was in diesem Augenblick entsteht, ohne dich daran zu klammern.

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Lieben heißt verletzlich sein

Lieben heißt verletzlich sein

Wer sich wünscht, dass seine Liebe erwidert und seine Wunsch nach Zärtlichkeit erfüllt wird klammert sich an. Was nicht erfüllt wird, enttäuscht. Wenn wir das nicht schlucken, erleben wir Schmerzen – auch physisch. Wir sind die Ursache für unsere Enttäuschung, nicht der oder die andere. Die englische, buddhistische Nonne Jetsunma Tenzin Palmo sagt, echte Liebe sei, andere glücklich zu machen. Hingegen bedeute eine klammernde Liebe, zu erwarten, dass der andere uns glücklich macht. „Idealerweise kommen Menschen zusammen, die sich bereits in sich selbst erfüllt fühlen und dies im anderen zu schätzen wissen, anstatt vom anderen zu erwarten, dass er dieses Gefühl des Wohlbefindens vermittelt.“ Es geht darum, eine Balance zu finden, in der wir unsere Sorgen und Ängste akzeptieren und wertschätzen. Anstatt den Himmel auf Erden zu erwarten, erfordert die Liebe verletzlich zu sein, geduldig zu üben und sich mit Vertrauen einzulassen.

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Strahlen vor Glück

Strahlen vor Glück

Glücklich zu sein bedeutet, sich zu öffnen und anzunehmen. Glück ist mit unserem Selbstwert verbunden. Mudita wertet nicht. Wir akzeptieren, dass andere ihr Leben anders leben als wir. Andere dürfen sich an Dingen erfreuen, die wir nicht mögen. Glück steckt an, es ist unwiderstehlich. Wenn Menschen sich freuen, laden sie uns ein, an ihrem Glück teilzuhaben.

Was geschieht, wenn wir unsere innere Freude in äußere Energie umwandeln? Vielleicht spüren wir, wie unsere Augen strahlen. Wir können immer ein sanftes Lächeln weitergeben und merken, wie Glück sich ausdehnt und uns mit allem verbindet, was uns umgibt.

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Entscheiden mit Kopf, Herz und Bauch

Entscheiden mit Kopf, Herz und Bauch

Während meiner acht „Wanderjahre“ in Indien und Nepal lernte ich, mich auf mein Herz und Bauch einzustimmen. Da ich keine Kriterien hatte, um rational zu entscheiden, wohin die Reise gehen sollte, spürte ich im Körper nach. Ich lernte achtsam zu sein und unter die Oberfläche von Gedanken und Ängsten zu tauchen. Das erlaubte mir, die leiseren und subtileren Signale in meinem Herzen und Bauch wahrzunehmen. Das entspannte Gefühl der Offenheit und der Wärme war ein „Ja“, ein Gefühl der Enge oder der Anspannung ein „Nein“. So ließ ich meine Zweifel und Ängste los und öffnete mich vertrauensvoll dem Neuen.

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Meditation macht den Geist kreativ

Meditation macht den Geist kreativ

Wir sind von Natur aus kreativ. Als Kinder gaben wir uns im Spiel der Phantasie hin und erträumten neue Welten. Ungewissheit macht uns unsicher. Doch wenn wir nach Sicherheit suchen, greifen wir nach Gewohntem. Dabei ist Kreativität die Basis unseres Lebens. Ohne Innovation steht die Welt still. Wir brauchen sie, um Nützliches zu erfinden, zeitlose Kunstwerke zu schaffen oder Probleme aus neuen Blickwinkeln zu lösen. Kreativ sein ist die Voraussetzung, um Neues zu erschaffen. Erfolgreich sein, heißt kreativ zu handeln. Das fordert uns heraus, immer wieder offen für Veränderungen zu sein. Das führt zu weiteren Veränderungen. So entsteht Neues – ausgelöst durch Unsicherheit.

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Staunen und Bewundern

Staunen und Bewundern

Das Unbekannte steckt voller Potential, das sich uns noch manifestieren muss. Unsere Aufgabe ist es, dieses Potential zu entdecken, um das zu erschaffen, was wir wirklich wollen. Wer staunt, kommt zu neuen Einsichten und Perspektiven. Astronauten berichten, es habe lebensverändernd gewirkt, als sie vom Weltraum aus auf die Erde schauten. Sie kamen oft mit einem starken Gefühl der Einheit mit der Menschheit als Ganzes zurück. Der amerikanische Neuropsychologe Paul Pearsall meinte: „Staunen ist ein überwältigendes und verwirrendes Gefühl der Verbundenheit mit einem verblüffenden Universum, das normalerweise weit jenseits des schmalen Bandes unseres Denkens liegt.“ Bleibt nur noch zu fragen: Hast du heute schon gestaunt?

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Karma entsteht durch unsere Absichten

Karma entsteht durch unsere Absichten

Karma ist also kein Schicksal, sondern die Folge unserer Handlungen und Gedanken. Damit beginnen wir zu verstehen, dass alles miteinander verbunden ist, oder wie Buddhisten sagen: Alles entsteht abhängig voneinander. Das erlaubt uns, uns selber zu heilen und unsere Lebensumstände, Situationen und Beziehungen auszugleichen. Wir brauchen uns weder schuldig zu fühlen noch unser Herz zu schließen, wenn etwas schief geht. Im Gegenteil. Die Idee des Karmas ist, dass diese Herausforderungen auch Chancen sind, um unser Herz zu öffnen. Die amerikanische Nonne Pema Chödrön erklärt: „Ich erkenne, dass das, was auch immer mir passiert, mein Karma ist, das reift. Es ist eine Gelegenheit, damit umzugehen, es zu transformieren. Diese Samen brauchen nie wieder aufgehen, weil ich mit dem arbeite, was mir jetzt passiert.“

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Präsenz macht glücklich und befreit von Sorgen

Präsenz macht glücklich und befreit von Sorgen

Aufmerksam zu sein bedeutet, den Geist stabil auf ein Objekt zu richten und wahrzunehmen, was im Augenblick geschieht. Das schafft ein Gleichgewicht im Geist. Dann können wir tief Zuhören. Wir identifizieren uns mit keinem Zustand, sondern begreifen, dass jeder Teil unseres Seins sich ständig ändert. Anstatt festzuhalten, werden wir eins mit der Entfaltung des Lebens. Wir entwickeln Gleichmut mit dem, was wir erleben, dem Guten, dem Schlechten und dem Unerwarteten. Es ist weder ein Gefühl noch eine Erfahrung, sondern wir sind uns des Augenblicks bewusst. Präsent zu sein will nichts erreichen, will nur so sein, wie wir in diesem Moment sind. In der Präsenz fehlt jeder Ich-Gedanke. Es ist einfach da, nicht urteilend, zentriert, geerdet und weitläufig. Angst, Furcht und Zweifel lösen sich zugunsten innerer Schönheit und tiefer Stille ganz natürlich auf.

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Mind Training – ein Weg zu uns selber

Mind Training – ein Weg zu uns selber

Im Buddhismus wird geringes Selbstwertgefühl, d.h. „Ich kann das nicht, aber andere können es“, als eine Art von Faulheit angesehen. Wenn wir uns in Selbstmitleid verlieren, brauchen wir nicht anzufangen. Unser Geist sucht gerne nach Fehlern bei anderen, den Eltern, Partner, Nachbarn, der Regierung. Wenn wir jemand anders verantwortlich machen, entstehen starke Emotionen wie Ärger und Gier. Wir sind aber nicht deren Sklaven sondern können sie transformieren. Nicht das, was uns passiert, ist entscheidend, sondern wie wir damit umgehen. Es gibt immer Hindernisse, weil sich alles ständig ändert. Wir können wählen, ob wir etwas als Problem oder als Chance sehen. Wir müssen unseren eigenen Geist kennen, zähmen und unter Kontrolle behalten. Dann können wir für uns selber sorgen und glücklich sein. Verantwortung zu übernehmen ist Selbst-Mitgefühl.

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Sich hingeben – in Beziehung und Meditation

Sich hingeben – in Beziehung und Meditation

Im Buddhismus geht es bei der tiefen Hingabe um etwas sehr Schwieriges: einfach zu sein. Alles, was ist, wird ohne Widerstand willkommen geheißen. Das reinigt uns von der Angewohnheit, alles zu bewerten und zu beurteilen, und befreit so unsere innere Energie. In der sogenannten Nicht-Meditation verschmilzt die Präsenz des Bewusstseins und das wahrgenommene Objekt. Das geschieht ohne Mühe. Wir lassen alle Ängste, Sorgen, unsere Geschichte und Bedürfnisse los. Alles darf so sein, wie es ist. Inhalte und Bedeutungen sind unwichtig. Der tibetische Abt Mingyur Rinpoche beschreibt: „Wenn wir damit anfangen, vom Tun ins Sein überzugehen, beginnen wir das Gefühl, endlich zuhause zu sein, zu spüren. Wir können die Suche loslassen und entspannen. Niemand muss es uns sagen, sobald dies geschieht. Dieses intuitive Wissen ist Weisheit. Jeder Gedanke, jede Emotion und jeder Impuls ist in dieser Weisheit verwurzelt. Wir müssen es nur erkennen.“

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Offener und gerichteter Fokus

Offener und gerichteter Fokus

Indem wir nicht benennen, unterbrechen wir die endlose Kette von Denken und Handeln. Wir können nichts tun und das fordert uns heraus. Doch nur wenn wir die Objekte einfach sein lassen, kann unser Geist zur Ruhe kommen. Wenn der Geist still ist, hängt er nicht an äußeren Phänomenen. Wir werden wortlos gewahr, das Bewusstsein wird klar und präsent. Wir können uns entspannt einlassen und die wahre Natur unseres Geistes entdecken: Sie ist mühelos präsent und natürlich bewusst.

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Tief entspannen

Tief entspannen

Tief zu entspannen, ist eine Praxis des Ausruhens. Wir ruhen, indem wir achtsam das Ein- und Ausatmen in Körper und Geist erleben. Wir sind kein externer Beobachter. Wir werden eins mit dem Atem und erleben so den Körper. Wenn unser Atem ruhig und friedlich geworden ist, wird auch der Körper ruhig und friedlich. Wir beobachten und erleben ohne Druck, ohne etwas zu bewerten. Wenn wir achtsam und still sind, ändert sich alles, die Gefühle und Empfindungen, der Körper und der Geist. Das entspannt uns tief. Wenn Körper und Geist als Einheit zusammen arbeiten, sind wir vollständig im Augenblick präsent. Wir erleben die Essenz der Achtsamkeit, das Wunder, einfach so zu sein wie wir sind.

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Gelassen und entspannt vertrauen

Gelassen und entspannt vertrauen

Vielleicht empfinden wir Scham und Selbstkritik, wenn wir unsere Gedanken und Gefühle anschauen. Wir heißen willkommen, was erscheint, und versuchen nicht, irgendetwas zu reparieren oder zu verändern. Um uns selbst zu lieben, lernen wir uns in der Gesamtheit zu sehen, mit all den Fähigkeiten und Fehlern. Wir nehmen alles liebevoll an, wie es ist. Unsere Selbstkritik schrumpft, wenn wir das leidende innere Kind einfach in uns mitfühlend halten.

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Der stille Raum zwischen den Dingen

Der stille Raum zwischen den Dingen

In der Meditation erkennen wir die Geschäftigkeit unseres Geistes, unsere fixen Meinungen und Vorurteile. Im Zen spricht man davon, „die Hand des Denkens zu öffnen“, um diese starre Sichtweise loszulassen. Für viele ist das beängstigend, denn das scheint unsere Identität, die vom Denken stammt, infrage zu stellen. In der Stille verstummt unsere Gewissheit. Wir nehmen etwas anderes als unser eigenes Ego wahr. Wir können dem Unbekannten begegnen. Wenn wir tief zuhören, kann der Geist sich öffnen und bereit sein, die Kontrolle abzugeben. Wir sind aufmerksam, präsent und bereit, dem zu begegnen, was auch immer als Nächstes kommt, ohne Erwartung oder vorgefasste Meinung. Das erlaubt uns, ohne Druck zu handeln.

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Das Glück liegt in uns – Filmbesprechung

Das Glück liegt in uns – Filmbesprechung

Das Exil brachte auch eine Befreiung von der Enge der traditionellen tibetischen Kultur und Gepflogenheiten. Das tibetische Oberhaupt musste keine Rolle mehr spielen, sondern konnte dem Leben neu begegnen. Er sprach mit religiösen Führern, Wissenschaftlern, Geschäftsleuten und einfachen Menschen überall in der Welt. 1991 gründete er das Mind and Life Institute, das Dialoge von Menschen aus der Kontemplation mit Wissenschaftlern fördert und organisiert: „Wir alle haben die Verantwortung, uns um das Wohlbefinden aller Menschen zu kümmern.“
Moral entsteht aus Liebe

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Wenn jammern nicht hilft, probiere mal was anders

Wenn jammern nicht hilft, probiere mal was anders

Wir brauchen Mut, uns dem zu nähern, das wir fürchten. Beim Annähern nehmen wir unseren Widerstand wahr. Wir erlauben uns, den Widerstand einfach zu bemerken, ohne ihn zu bewerten. Der Widerstand jedoch verstärkt unsere Angst und unser Leiden. Indem wir uns der Angst nähern, können wir unsere Grenzen erkennen. Wir wollen nichts festhalten, nichts wegschieben, nur beobachten.

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Mit Schmerzen umgehen

Mit Schmerzen umgehen

„Wir wissen, dass gerade der innere Widerstand, das sich Dagegenstellen, chronische Schmerzen so unerträglich macht. Wenn man den Widerstand aufgibt, ist der Schmerz noch da, aber es muss kein Leid mehr da sein.“ – Britta Hölzel, Psychologin, MBSR- und...

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Die Alchemie des Mitgefühls

Die Alchemie des Mitgefühls

Der Atmen verbindet uns mit der Welt. Wir atmen die Energie der Welt ein und atmen unsere Energie aus. Wir und die Welt sind dadurch existenziell miteinander verbunden. Doch manchmal fühlen wir uns einsam und von der Welt getrennt, etwa wenn wir Schmerzen empfinden oder an einem Mangel leiden. Wenn wir aber Einsamkeit oder Schmerzen fürchten oder hassen, verstärken wir deren Griff auf unseren Geist. Begrüßen wir sie hingegen mitfühlend, können wir auf unser Leiden fürsorglich und freundlich eingehen und sie in Liebe transformieren. 

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Mit einer „inneren GPS“ das Leben neu ausrichten

Mit einer „inneren GPS“ das Leben neu ausrichten

Um unseren Geist freizumachen, hilft es, eine weite Perspektive einzunehmen und zu erkennen, dass wir nichts kontrollieren können. Alles ist ein Prozess. Glück bedeutet, ohne Widerstand die Dinge geschehen zu lassen. Jetzt ist der idealer Zeitpunkt, um uns klar zu machen, mit wem man gerne Zeit verbringen würde oder was wir gerne tun.

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Sich selber wertschätzen

Sich selber wertschätzen

Tiefes Zuhören bedeutet, in Resonanz zu gehen mit dem anderen. Dabei spiegelt sich die Beziehung zu uns in den Beziehungen zu den anderen. Wenn wir uns selber nicht authentisch wahrnehmen, können wir das auch bei anderen nicht. Wer sich selber wertschätzt, kann auch andere wertschätzen. Wenn wir uns weiter einlassen und intimer im Herzen verweilen, entdecken wir, dass wir das Gewahrsein sind, das mit allem verbunden ist.

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Sehnsucht

Sehnsucht

Im Buddhismus sind Begehren und Unwissenheit die Wurzeln des Leidens. Die Sehnsucht ist immer nach außen gerichtet, nach sinnlichem Vergnügen, materiellen Gütern und Unsterblichkeit. Das kann niemals befriedigt werden. Frag dich: Leidest du jetzt? Das ist eine kraftvolle Art der Selbstreflexion. Um die Wurzel des Leidens zu verstehen, empfahl der Buddha nachzuforschen. Wenn wir das Leiden sowie dessen Wurzel erkennen, können wir lernen, sie loszulassen. Wenn unser Geist und unser Körper vollkommen ruhig sind, spüren wir, dass wir geerdet sind. Da gibt es weder Verlangen noch Angst. Das ist der natürliche Zustand unseres Seins. Die Sehnsucht wird zu einem aufsteigenden und vergehenden Phänomen, das wir mit Mitgefühl willkommen heißen. Dann können wir uns öffnen, und entdecken, dass wir vollständig und heil sind.

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Lachen

Lachen

Meditieren gelingt am besten mit Humor und Leichtigkeit. Humor rückt die Dinge ins rechte Licht. Der Frieden in uns beginnt mit einem schönen Lächeln. Lachen öffnet und entwaffnet uns. Wir nehmen uns selbst nicht zu ernst. Lachen ist, wie der Dalai Lama immer wieder zeigt, ansteckend und verbindet. Das Gefühl eines Selbst oder allein zu sein, wird aufgelöst. Anselm Grün: „Im Lachen … gebe ich den Dingen, die mich bedrücken mochten, keine Macht, sondern stelle mich über sie.“

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Dein Geist – Freund oder Feind?

Dein Geist – Freund oder Feind?

Die wichtigste Beziehung in unserem Leben ist es, mit unserem eigenen Geist befreundet zu sein. Das erfordert Gleichmut, Liebe, Mitgefühl und Freude. Für Buddha sind das die unerlässlichen Qualitäten, damit unser Leben gelingt. Er nannte sie die „vier unermesslichen Tugenden“ (brahmavihārās). Sind wir gelassen, können wir alles so akzeptieren, wie es ist, auch das, was wir nicht ändern können. Wir brauchen ein offenes Herz, denn Liebe verbindet. Aus Mitgefühl schließen wir Freundschaft mit uns und anderen. Wenn wir uns tief freuen, verleiht das unserem Dasein Liebe und Sinn. Wir können uns entfalten und diese Energie weitergeben. Die Freude bringt zugleich Hoffnung und Frieden in unsere unsichere Welt. 

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Freisein

Freisein

„Unser Leben ist das Produkt unserer Gedanken.“ –Marc Aurel „„Wir sind, wer wir sind, aufgrund dessen, was wir lernen und woran wir uns erinnern. Das Gedächtnis ist das Bindemittel, das unser geistiges Leben zusammenhält. Es verleiht unserem Leben Kontinuität.“ – Eric...

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Wertschätzen statt schmollen

Wertschätzen statt schmollen

Romantische Beziehungen sind emotional und haben ein hohes Konfliktpotential. Auseinandersetzungen sind unvermeidbar. Der US-amerikanische Psychologe John Gottman nennt die zentralen Faktoren, die eine Beziehung zerstören, die vier „apokalyptischen Reiter“: Kritik,...

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Eifersucht – ein Beziehungskiller

Eifersucht – ein Beziehungskiller

Eifersucht, Angst und gekränkter Stolz entstehen aus mangelndem Selbstwert und Vertrauen. Das Gefühl, nicht gut genug zu sein, trennt uns  von anderen, von uns selbst und unserer grundlegenden Güte und Vitalität. Dann erscheint es uns einfacher, die Ursache der Eifersucht draußen zu suchen und einen „Schuldigen“ zu identifizieren.

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Auf die Stille einlassen

Auf die Stille einlassen

Das grundlegende, erkennende Bewusstsein ist immer da. Wir können uns darauf einlassen, indem wir mitfühlen und loslassen. Wir können lernen, allem mit Neugierde zu begegnen und kein Drama daraus zu machen. Wenn wir uns entspannen, entdecken wir, dass die Klarheit immer da ist. Wir sehen, dass in den harten Auseinandersetzungen mit uns selbst auch immer das offene Bewusstsein da ist.

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Dankbar sein

Dankbar sein

Wir brauchen nur an etwas zu denken, wofür wir von Herzen dankbar sind, und wir beginnen zu lächeln. Das ist ein sehr schnelles Ergebnis. Und: wenn wir diese Freude teilen, wird sie verdoppelt. Das ist ein aktiver „Kleinstbeitrag“ zum Leben in Frieden und Harmonie.

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Geerdet in unruhigen Zeiten

Geerdet in unruhigen Zeiten

Gerade in dieser Zeit, in der uns berechtigte Ängste, Befürchtungen, Sorgen und Ungewissheiten leicht auffressen können, ist dies wichtig. Doch wie schalte ich mein parasympathisches Nervensystem ein, um Gleichgewicht zu finden? Wenn wir nicht in der Gegenwart geerdet sind, wo sind wir, wenn wir uns raumlos, unkonzentriert, wütend, verzweifelt oder verloren fühlen?
Es gibt viele erdende Meditationen, z.B. einfach still in der Natur zu sein. Wir können langsam und tief durch den Körper bis zum Boden atmen. In der Baummeditation stellen wir uns zusätzlich Wurzeln vor, die unseren Körper tief mit der Erde verbinden. Erdung bedeutet, uns zu öffnen und uns der unterstützenden Kraft bewusst zu werden, die uns dort hält, wo wir sind. Wir öffnen uns für die Festigkeit des Bodens und fühlen geerdet zu sein.

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Selbstvertrauen

Selbstvertrauen

Wir können unserer Angst vor Kritik in drei Schritten begegnen: „Erkenne sie. Beschuldige nicht andere. Ändere dich“. Im ersten Schritt machen wir uns die Angst vor Tadel, fehlender Unterstützung oder Wertschätzung bewusst. Anstatt wie gewöhnlich dem anderen die Schuld zu geben, halten wir inne. Denn wir sind es, die leiden, wenn wir uns negativ betrachten. Ärger ist wie glühende Kohle, die wir in den Händen halten. Wir wollen sie los werden. Aber anderen die Schuld zu geben, wirkt genau so negativ auf uns, wie unsere Angst vor dem Tod oder die Angst um unser Ego. Es ist sinnlos zu erwarten, wir oder andere seien perfekt. Wir sind entspannt, wenn wir den Wunsch aufgeben, gelobt zu werden.

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Tun und Sein im Gleichgewicht

Tun und Sein im Gleichgewicht

Wir lernen, uns zwischen der weiten Offenheit und Verbundenheit zu bewegen – mit allem, was um uns herum ist. Wir lernen, geerdet und fokussiert zu sein. Wir erkennen, dass beide Zustände gleichzeitig da sind, wie die Vorder- und Rückseite einer Münze. Das ermöglicht uns zu jeder Zeit, einen Schritt aus dem Gedankenkarussell in die Weite und Stille zurückzutreten.

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Gewahrsein ist unser Zuhause

Gewahrsein ist unser Zuhause

die Lösung liegt nicht außerhalb von uns. Wir sind erst wieder emotional zu Hause, wenn wir die Stille in uns spüren. Sie ist geräumig, offen und ungebunden, sie liegt außerhalb von Raum und Zeit. In dieser inneren Stille können wir uns vollständig und heil erleben. Dieses Gefühl erlaubt es uns, auf das zu schauen, was nicht in Ordnung ist, und auf das, was in Ordnung gebracht werden muss.

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Geduld bedeutet, Frieden mit der Situation zu schließen

Geduld bedeutet, Frieden mit der Situation zu schließen

Wir können nur zwischen Geduld oder Ungeduld wählen, wenn wir lernen, mit einem „kühlen Kopf“ innezuhalten. Geduld bedeutet Frieden mit der Situation schließen, das zu akzeptieren, was ist. Geduld bedeutet, die Pause zwischen Empfinden und Handeln zu erkennen.

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Finde heraus, was du willst

Finde heraus, was du willst

Wir steuern unseren Geist mit Absichten und Gefühlen. Der schöpferische Prozess endet im Willen zu handeln. Jede Idee, die gefühlt wird – sei sie gut, schlecht oder gleichgültig – verlangt ausgedrückt zu werden.

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Den Wandel annehmen

Den Wandel annehmen

Wenn wir lernen, den ständigen Wandel zu erkennen und anzunehmen, können wir auch mit dem Leben selbst umgehen. Das ist in der heutigen, sich schnell verändernden Zeit besonders relevant. Eine „Welt als Prozess“ erleben wir anders als eine „Welt der festen Dinge“. Wenn wir erkennen, dass sich alles ändert, greift unser Geist nicht länger nach Dingen. Weil er nicht loslassen muss, kann er die Dinge einfach so sein lassen. Er wird friedlich und wir können uns für den Augenblick und die Schönheit der vergänglichen Dinge öffnen.

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Freisein durch Vergebung

Freisein durch Vergebung

Das eine erblüht, das andere vergeht „Wenn du dich ärgerst, bist du wie ein Mensch, der mit beiden Händen glühende Kohlen oder Mist ergreift, um einen anderen Menschen damit zu schlagen, der aber zuerst sich selbst verbrennt oder beschmutzt.“ – Buddhaghoṣa, der den...

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Loslassen erfordert Einlassen

Loslassen erfordert Einlassen

„Der feste Boden ist physikalisch gesehen ein seltsames, unverständliches Ineinander von sich bewegenden Energiefeldern, das unserem Alltagsdenken auf fundamentale Weise widerspricht. … Wenn Sie in den Boden zoomen würden, dann hätten Sie einen ähnlichen Eindruck wie...

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Die Freiheit, mit schwierigen Gefühlen zu leben

Die Freiheit, mit schwierigen Gefühlen zu leben

Gegensätze galten im alten China als Quelle der Entwicklung von allem, was existiert. Positives und Negatives, die in Opposition zueinanderstehen, bilden eine dynamische Einheit. Alles verändert sich, dabei entstehen Konflikte. Diese können eine transformatorische...

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Ein Tag voller Glück

Ein Tag voller Glück

Re-Vision, um unsere Erinnerungen neu zu sehen Wir fühlen uns wohl, wenn alles so läuft, wie wir es wollen. Doch das Leben verläuft nicht linear, und wir wissen nie, was als nächstes geschehen wird. Alles kommt - und alles geht. Dies ist der Keim für...

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Was willst du?

Was willst du?

„Die Wirklichkeit, von der wir sprechen können, ist nie die Wirklichkeit an sich, sondern eine gewusste Wirklichkeit oder sogar in vielen Fällen eine von uns gestaltete Wirklichkeit.“ - Werner Heisenberg (1901-1976), Physik und Philosophie, Stuttgart, 1959...

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„Leiden sollte uns wütend machen“

„Leiden sollte uns wütend machen“

21 Okt, 2020 | 0 Ein Buch des Dalai Lama „Be Angry!“ Seid wütend! heißt ein Büchlein mit Aussagen des Dalai Lama. Darin beschreibt der Friedensnobelpreisträger, wie wichtig es ist, sich über soziale Ungerechtigkeit und politische Untätigkeit zu empören und ins Handeln...

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Lieben heisst Vertrauen

Lieben heisst Vertrauen

Es ist paradox: Die Zeit steht niemals still und dennoch verlassen wir nie den jetzigen Augenblick. In der Ewigkeit vergeht nichts, das Ganze ist immer gegenwärtig. Tun bedeutet, dass alles einerseits ein Prozess ist. Sein bedeutet, dass alles gleichzeitig präsent...

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Trauern heißt lieben

Trauern heißt lieben

„I have lost my most respected tutor, my mother, and also one of my brothers. When they passed away, of course, I felt very, very sad. Then I constantly kept thinking that it's no use to worry too much, and if I really loved these people, then I must try to fulfill...

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Zornvolles  Mitgefühl

Zornvolles Mitgefühl

Persönliche Grenzen sorgen dafür, dass wir nicht überfordert werden, wenn man uns schlecht behandelt oder ausnutzen will. Grenzen machen uns selbstbewusst. Wenn eine Grenze überschritten wird, spüren wir, dass unser Herz rast, wir fühlen uns eng und haben ein flaues...

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Ja, nein, ich denke darüber nach …

Ja, nein, ich denke darüber nach …

Neue Grenzen zu setzen mit den Menschen, die man liebt, ist nicht einfach. Ein Schritt wäre, die Entscheidung offen zu lassen. Um flexibel zu sein und unser Verhalten verändern zu können, sagen wir: „Ich bin mir noch nicht sicher. Kann ich darüber nachdenken?“ Sich der Antwort aber unsicher zu sein, kann Kraft kosten. Nicht authentisch zu handeln, ist frustrierend und kann Kraft kosten. Hinter dieser Zwickmühle steckt die Angst verletzt zu werden. Um diese aufzulösen, müssen wir ihr begegnen und sie voller Mitgefühl wahrnehmen. Und wir müssen die Wahrheit sagen. Liebe und Respekt beginnen mit Selbstliebe und Selbstachtung. Die Welt sieht dich, wenn du dich selbst zuerst siehst.

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Ermutigen

Ermutigen

In der Meditation wollen wir sehen, was da ist. Wir akzeptieren und spüren die eigenen Gefühle. Wir bestimmen, was im Leben geschieht. Um alte Muster aufzulösen, arbeiten wir mit Gegensätzen in drei Schritten. Wir spüren beispielsweise „ich bin es nicht wert, gesehen zu werden.“ Dann: „Ich bin es wert, gesehen zu werden.“ Schließlich lassen wir beide gleichzeitig erscheinen. Das erlaubt dir, zu leuchten. Die Welt sieht dich, wenn du dich selbst zuerst siehst.

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Grenzen setzen – ein Tanz mit dem Vertrauen

Grenzen setzen – ein Tanz mit dem Vertrauen

Es hängt von der Perspektive ab:Manchmal bin ich winzig, wie hier im Neuen Museum. (c) http://kimberlylbryant.com/ Als Kind entsteht unsere Wirklichkeit aus dem Gefühl heraus, ein Selbst zu besitzen: „Ich“. Wir lernen dabei, dass andere Menschen anders denken und...

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„Lieben belebt,“ sagte Goethe.

„Lieben belebt,“ sagte Goethe.

Der Wunsch unsere Liebe zu teilen, ist natürlich. Sich mit einem Partner in einer intimen Beziehung zu verschmelzen, ist wunderbar. Wenn wir jedoch fühlen, dass wir unsere Liebe verloren haben, tut die anhaftende Liebe weh. Damit verbunden ist ein Gefühl des Mangels....

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Angst ist vergänglich

Angst ist vergänglich

Angst ist vergänglich. Wir empfinden sie, wenn wir uns bedroht fühlen. Sie sagt uns, was wir tun sollen, um uns zu schützen. Sie verschwindet, wenn die Bedrohung verschwindet. Doch Angst hat oft keinen konkreten Anlass. Wenn wir uns sorgen, erfindet unser Geist häufig...

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Handeln mit Mut und Vertrauen

Handeln mit Mut und Vertrauen

Wir sind alle mal verletzt worden, körperlich wie seelisch. Das gehört zum Leben. Weil wir das schmerzhaft finden, schützen wir uns gern mit dem Spruch: „Vertrauen ist gut, Kontrolle besser.“ Dabei ist verletzlich zu sein eine wichtige soziale Kompetenz und...

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Filmempfehlung: But Beautiful von Erwin Wagenhofer

Filmempfehlung: But Beautiful von Erwin Wagenhofer

Die bessere Welt steckt in uns 4 Nov, 2019 | 0 Pandorafilm Indische Frauen stellen Solarlampen und -generatoren her. Film But Beautiful von Erwin Wagenhofer But Beautiful (2019) ist ein poetischer Film darüber, wie wir mit Selbstvertrauen und Liebe eine bessere Welt...

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Allow yourself not to know.

Allow yourself not to know.

Allow yourself not to know. This opens you up to being humble, grateful and compassionate. This is my way of starting the day. Picture (c) Fritz Kahn, The Wonders within your head December 6_1938 issue of LOOK magazine

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Ältestes Immigrantendrama der Welt

Ältestes Immigrantendrama der Welt

https://ethik-heute.org/aeltestes-immigrantendrama-der-welt/ 11 Sep, 2019 | 0 Foto: SF/ Thomas Aurin Oper Médée bei den Salzburger Festspielen, mit Elena Stikhina Die Oper Médée neu inszeniert Die Neuinszenierung der Oper „Médée“ von Luigi Cherubini in Salzburg im...

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Firmen im Silicon Valley entdecken die Meditation

Firmen im Silicon Valley entdecken die Meditation

Tagung “Wisdom2.0” mit 2500 Besuchern

Achtsamkeit und Meditation im Geschäftsleben waren die Themen der Tagung Wisdom2.0 in San Francisco. Hier traf sich die Creme de la Creme der IT- und High Tech-Unternehmen mit Experten der Yoga- und Achtsamkeitspraxis, um über das gute Leben nachzudenken

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If our focus is too narrow, we miss everything.

If our focus is too narrow, we miss everything.

The whole is incorporated in very simple activities. Directed awareness takes place in the field of open awareness. By being aware of the intuitive connection with the whole, we are aware of whatever presents itself. If we are narrow in our wanting, we miss...

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Den Weltuntergang verhindern – eine Filmbesprechung

Den Weltuntergang verhindern – eine Filmbesprechung

Tomorrow: Ein Mutmachfilm Veröffentlicht in Netzwerk Ethik Heute 13 Mrz, 2019 | 0 Der Film „Tomorrow“, 2015 über Crowdfunding finanziert, dokumentiert zukunftsweisende Projekte in zehn Ländern. Er zeigt Alternativen für Schlüsselbereiche unserer Gesellschaft auf:...

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Meditation an der Berliner Philharmonie

Meditation an der Berliner Philharmonie

Den Kopf frei machen fürs klassische Konzert Radiobeitrag von Elisabeth Hahn auf Deutschlandfunk Kultur Bildunterschrift: Nach 30 Minuten Meditation geht es wieder zurück in die Realität. (c) Picture Alliance / dpa / Sophia Kembowski Tonart | Beitrag vom 12.04.2019 An...

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New Work in Theorie und Praxis – eine Buchbesprechung

New Work in Theorie und Praxis – eine Buchbesprechung

New Work in Theorie und Praxis 12 Feb, 2019 | 0 Ein Buch über innovatives Arbeiten Frédéric Laloux hat einen innovativen Ansatz entwickelt, wie Unternehmen und Institutionen in Zukunft organisiert werden können. Statt Hierarchien und Kontrolle geht es um Gemeinschaft,...

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Dalai Lama: Prana, Mind, Matter

Dalai Lama: Prana, Mind, Matter

Dalai Lama "Prana" “At the most fundamental level, no absolute division can be made between mind and matter. Matter in its subtlest form is prana, a vital energy which is inseparable from consciousness. These two are different aspects of an indivisible reality. Prana...

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Du bist die Fülle  — You Are Abundance

Du bist die Fülle — You Are Abundance

Du bist die Fülle Liebe ist immer da. Wenn du jemanden begehrst oder geliebt werden willst, empfindest du Mangel statt Liebe. Lass die Sehnsucht, etwas besitzen oder fühlen zu wollen, los. Trete mit der unerschöpflichen Quelle in Resonanz. Die Liebe umfasst alles und...

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Wertschätzen fühlt sich gut an

Wertschätzen fühlt sich gut an

It feels good to appreciate and lousy to complain. Wertschätzen fühlt sich gut an, sich zu beschweren mies. If you love something, set it free! If it comes back, it’s yours. If it doesn’t, it never was. Wenn Du etwas liebst, lass es frei. Wenn es zurückkommt, ist es...

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Wut als Kraft zur Veränderung – eine Buchbesprechung

Wut als Kraft zur Veränderung – eine Buchbesprechung

Das Buch regt dazu an, sich auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben zu konzentrieren und beim Protest gegen Unrecht nie locker zu lassen. Toleranz sei nicht nur unangemessen, sondern entfremdend. „Es gibt nichts Herablassenderes, als jemanden zu tolerieren.“

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Das Herz öffnen, mitfühlende Achtsamkeit erreichen

Das Herz öffnen, mitfühlende Achtsamkeit erreichen

Alnatura Magazin 4/2018 Das Herz öffnen, mitfühlende Achtsamkeit Wir gehen alle zu hart mit uns ins Gericht, fast alle. Wer jedoch nicht das Gute in sich und in anderen sieht, urteilt zu schnell, ist ungeduldig und manchmal sogar böswillig. Wenn das jedoch zur...

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Zur Natur des Geistes

Zur Natur des Geistes

Der Geist ist von Natur aus so klar wie ein Kristall, von Natur aus leer (frei von einem Selbst; er hält an nichts fest), von Natur aus strahlend (er erkennt ständig) von Natur aus unaufhörlich reagierend – reines Mitgefühl, frei von Gier, Hass und Unwissenheit, das...

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Die kürzeste Meditation

Die kürzeste Meditation

Innehalten = Pause = Mini-Meditation: Sich auf die Stille einzulassen, geschieht ohne Mühe. Weil die Pause ohne Anstrengung zustande kommt, regeneriert sie ungemein. Halte einfach beim Denken inne. Diese Auszeit ist die kürzeste Meditation. Die Gedanken kommen dann...

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Meditatives Gewahrsein – Die Natur des Geistes

Meditatives Gewahrsein – Die Natur des Geistes

 „Bei der Meditation ist es erforderlich, dass wir in gewissem Maße des Gewahrseins selbst gewahr sind. So wird uns die Qualitat des Geistes bewusst und nicht nur die Qualität der Phänomene, die der Geist wahrnimmt. (...) Doch nur aufmerksam zu sein ist noch keine...

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Es war schön und es ist jetzt vorbei

Es war schön und es ist jetzt vorbei

Jeder von uns wird sterben und weiß nicht wann. Wenn unser Körper stirbt, ist das auch ein Symbol für alles, was bis dahin kontinuierlich im Leben passiert ist. Alles kommt, alles geht, nichts kannst du festhalten, nichts hast du unter Kontrolle. Die romantische...

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