Loslassen! Los! Lassen! Lass los!

Staunen und Bewundern

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Das Unbekannte steckt voller Potential, das sich uns noch manifestieren muss. Unsere Aufgabe ist es, dieses Potential zu entdecken, um das zu erschaffen, was wir wirklich wollen. Wer staunt, kommt zu neuen Einsichten und Perspektiven. Astronauten berichten, es habe lebensverändernd gewirkt, als sie vom Weltraum aus auf die Erde schauten. Sie kamen oft mit einem starken Gefühl der Einheit mit der Menschheit als Ganzes zurück. Der amerikanische Neuropsychologe Paul Pearsall meinte: „Staunen ist ein überwältigendes und verwirrendes Gefühl der Verbundenheit mit einem verblüffenden Universum, das normalerweise weit jenseits des schmalen Bandes unseres Denkens liegt.“ Bleibt nur noch zu fragen: Hast du heute schon gestaunt?

Karma entsteht durch unsere Absichten

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Karma ist also kein Schicksal, sondern die Folge unserer Handlungen und Gedanken. Damit beginnen wir zu verstehen, dass alles miteinander verbunden ist, oder wie Buddhisten sagen: Alles entsteht abhängig voneinander. Das erlaubt uns, uns selber zu heilen und unsere Lebensumstände, Situationen und Beziehungen auszugleichen. Wir brauchen uns weder schuldig zu fühlen noch unser Herz zu schließen, wenn etwas schief geht. Im Gegenteil. Die Idee des Karmas ist, dass diese Herausforderungen auch Chancen sind, um unser Herz zu öffnen. Die amerikanische Nonne Pema Chödrön erklärt: „Ich erkenne, dass das, was auch immer mir passiert, mein Karma ist, das reift. Es ist eine Gelegenheit, damit umzugehen, es zu transformieren. Diese Samen brauchen nie wieder aufgehen, weil ich mit dem arbeite, was mir jetzt passiert.“

Präsenz macht glücklich und befreit von Sorgen

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Aufmerksam zu sein bedeutet, den Geist stabil auf ein Objekt zu richten und wahrzunehmen, was im Augenblick geschieht. Das schafft ein Gleichgewicht im Geist. Dann können wir tief Zuhören. Wir identifizieren uns mit keinem Zustand, sondern begreifen, dass jeder Teil unseres Seins sich ständig ändert. Anstatt festzuhalten, werden wir eins mit der Entfaltung des Lebens. Wir entwickeln Gleichmut mit dem, was wir erleben, dem Guten, dem Schlechten und dem Unerwarteten. Es ist weder ein Gefühl noch eine Erfahrung, sondern wir sind uns des Augenblicks bewusst. Präsent zu sein will nichts erreichen, will nur so sein, wie wir in diesem Moment sind. In der Präsenz fehlt jeder Ich-Gedanke. Es ist einfach da, nicht urteilend, zentriert, geerdet und weitläufig. Angst, Furcht und Zweifel lösen sich zugunsten innerer Schönheit und tiefer Stille ganz natürlich auf.

Mind Training – ein Weg zu uns selber

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Im Buddhismus wird geringes Selbstwertgefühl, d.h. „Ich kann das nicht, aber andere können es“, als eine Art von Faulheit angesehen. Wenn wir uns in Selbstmitleid verlieren, brauchen wir nicht anzufangen. Unser Geist sucht gerne nach Fehlern bei anderen, den Eltern, Partner, Nachbarn, der Regierung. Wenn wir jemand anders verantwortlich machen, entstehen starke Emotionen wie Ärger und Gier. Wir sind aber nicht deren Sklaven sondern können sie transformieren. Nicht das, was uns passiert, ist entscheidend, sondern wie wir damit umgehen. Es gibt immer Hindernisse, weil sich alles ständig ändert. Wir können wählen, ob wir etwas als Problem oder als Chance sehen. Wir müssen unseren eigenen Geist kennen, zähmen und unter Kontrolle behalten. Dann können wir für uns selber sorgen und glücklich sein. Verantwortung zu übernehmen ist Selbst-Mitgefühl.

Sich hingeben – in Beziehung und Meditation

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Im Buddhismus geht es bei der tiefen Hingabe um etwas sehr Schwieriges: einfach zu sein. Alles, was ist, wird ohne Widerstand willkommen geheißen. Das reinigt uns von der Angewohnheit, alles zu bewerten und zu beurteilen, und befreit so unsere innere Energie. In der sogenannten Nicht-Meditation verschmilzt die Präsenz des Bewusstseins und das wahrgenommene Objekt. Das geschieht ohne Mühe. Wir lassen alle Ängste, Sorgen, unsere Geschichte und Bedürfnisse los. Alles darf so sein, wie es ist. Inhalte und Bedeutungen sind unwichtig. Der tibetische Abt Mingyur Rinpoche beschreibt: „Wenn wir damit anfangen, vom Tun ins Sein überzugehen, beginnen wir das Gefühl, endlich zuhause zu sein, zu spüren. Wir können die Suche loslassen und entspannen. Niemand muss es uns sagen, sobald dies geschieht. Dieses intuitive Wissen ist Weisheit. Jeder Gedanke, jede Emotion und jeder Impuls ist in dieser Weisheit verwurzelt. Wir müssen es nur erkennen.“

Offener und gerichteter Fokus

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Indem wir nicht benennen, unterbrechen wir die endlose Kette von Denken und Handeln. Wir können nichts tun und das fordert uns heraus. Doch nur wenn wir die Objekte einfach sein lassen, kann unser Geist zur Ruhe kommen. Wenn der Geist still ist, hängt er nicht an äußeren Phänomenen. Wir werden wortlos gewahr, das Bewusstsein wird klar und präsent. Wir können uns entspannt einlassen und die wahre Natur unseres Geistes entdecken: Sie ist mühelos präsent und natürlich bewusst.

Tief entspannen

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Tief zu entspannen, ist eine Praxis des Ausruhens. Wir ruhen, indem wir achtsam das Ein- und Ausatmen in Körper und Geist erleben. Wir sind kein externer Beobachter. Wir werden eins mit dem Atem und erleben so den Körper. Wenn unser Atem ruhig und friedlich geworden ist, wird auch der Körper ruhig und friedlich. Wir beobachten und erleben ohne Druck, ohne etwas zu bewerten. Wenn wir achtsam und still sind, ändert sich alles, die Gefühle und Empfindungen, der Körper und der Geist. Das entspannt uns tief. Wenn Körper und Geist als Einheit zusammen arbeiten, sind wir vollständig im Augenblick präsent. Wir erleben die Essenz der Achtsamkeit, das Wunder, einfach so zu sein wie wir sind.

Gelassen und entspannt vertrauen

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Vielleicht empfinden wir Scham und Selbstkritik, wenn wir unsere Gedanken und Gefühle anschauen. Wir heißen willkommen, was erscheint, und versuchen nicht, irgendetwas zu reparieren oder zu verändern. Um uns selbst zu lieben, lernen wir uns in der Gesamtheit zu sehen, mit all den Fähigkeiten und Fehlern. Wir nehmen alles liebevoll an, wie es ist. Unsere Selbstkritik schrumpft, wenn wir das leidende innere Kind einfach in uns mitfühlend halten.

Der stille Raum zwischen den Dingen

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In der Meditation erkennen wir die Geschäftigkeit unseres Geistes, unsere fixen Meinungen und Vorurteile. Im Zen spricht man davon, „die Hand des Denkens zu öffnen“, um diese starre Sichtweise loszulassen. Für viele ist das beängstigend, denn das scheint unsere Identität, die vom Denken stammt, infrage zu stellen. In der Stille verstummt unsere Gewissheit. Wir nehmen etwas anderes als unser eigenes Ego wahr. Wir können dem Unbekannten begegnen. Wenn wir tief zuhören, kann der Geist sich öffnen und bereit sein, die Kontrolle abzugeben. Wir sind aufmerksam, präsent und bereit, dem zu begegnen, was auch immer als Nächstes kommt, ohne Erwartung oder vorgefasste Meinung. Das erlaubt uns, ohne Druck zu handeln.

Das Glück liegt in uns – Filmbesprechung

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Das Exil brachte auch eine Befreiung von der Enge der traditionellen tibetischen Kultur und Gepflogenheiten. Das tibetische Oberhaupt musste keine Rolle mehr spielen, sondern konnte dem Leben neu begegnen. Er sprach mit religiösen Führern, Wissenschaftlern, Geschäftsleuten und einfachen Menschen überall in der Welt. 1991 gründete er das Mind and Life Institute, das Dialoge von Menschen aus der Kontemplation mit Wissenschaftlern fördert und organisiert: „Wir alle haben die Verantwortung, uns um das Wohlbefinden aller Menschen zu kümmern.“
Moral entsteht aus Liebe

Wenn jammern nicht hilft, probiere mal was anders

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Wir brauchen Mut, uns dem zu nähern, das wir fürchten. Beim Annähern nehmen wir unseren Widerstand wahr. Wir erlauben uns, den Widerstand einfach zu bemerken, ohne ihn zu bewerten. Der Widerstand jedoch verstärkt unsere Angst und unser Leiden. Indem wir uns der Angst nähern, können wir unsere Grenzen erkennen. Wir wollen nichts festhalten, nichts wegschieben, nur beobachten.

Mit Schmerzen umgehen

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„Wir wissen, dass gerade der innere Widerstand, das sich Dagegenstellen, chronische Schmerzen so unerträglich macht. Wenn man den Widerstand aufgibt, ist der Schmerz noch da, aber es muss kein Leid mehr da sein.“ – Britta Hölzel, Psychologin, MBSR- und Yoga-Lehrerin „Ich werde nie wütend. Ich lass stattdessen einen Tumor wachsen.“ – aus einem Film von Woody Allen „Heilen […]

Die Alchemie des Mitgefühls

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Der Atmen verbindet uns mit der Welt. Wir atmen die Energie der Welt ein und atmen unsere Energie aus. Wir und die Welt sind dadurch existenziell miteinander verbunden. Doch manchmal fühlen wir uns einsam und von der Welt getrennt, etwa wenn wir Schmerzen empfinden oder an einem Mangel leiden. Wenn wir aber Einsamkeit oder Schmerzen fürchten oder hassen, verstärken wir deren Griff auf unseren Geist. Begrüßen wir sie hingegen mitfühlend, können wir auf unser Leiden fürsorglich und freundlich eingehen und sie in Liebe transformieren. 

Mit einer „inneren GPS“ das Leben neu ausrichten

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Um unseren Geist freizumachen, hilft es, eine weite Perspektive einzunehmen und zu erkennen, dass wir nichts kontrollieren können. Alles ist ein Prozess. Glück bedeutet, ohne Widerstand die Dinge geschehen zu lassen. Jetzt ist der idealer Zeitpunkt, um uns klar zu machen, mit wem man gerne Zeit verbringen würde oder was wir gerne tun.

Sich selber wertschätzen

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Tiefes Zuhören bedeutet, in Resonanz zu gehen mit dem anderen. Dabei spiegelt sich die Beziehung zu uns in den Beziehungen zu den anderen. Wenn wir uns selber nicht authentisch wahrnehmen, können wir das auch bei anderen nicht. Wer sich selber wertschätzt, kann auch andere wertschätzen. Wenn wir uns weiter einlassen und intimer im Herzen verweilen, entdecken wir, dass wir das Gewahrsein sind, das mit allem verbunden ist.

Sehnsucht

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Im Buddhismus sind Begehren und Unwissenheit die Wurzeln des Leidens. Die Sehnsucht ist immer nach außen gerichtet, nach sinnlichem Vergnügen, materiellen Gütern und Unsterblichkeit. Das kann niemals befriedigt werden. Frag dich: Leidest du jetzt? Das ist eine kraftvolle Art der Selbstreflexion. Um die Wurzel des Leidens zu verstehen, empfahl der Buddha nachzuforschen. Wenn wir das Leiden sowie dessen Wurzel erkennen, können wir lernen, sie loszulassen. Wenn unser Geist und unser Körper vollkommen ruhig sind, spüren wir, dass wir geerdet sind. Da gibt es weder Verlangen noch Angst. Das ist der natürliche Zustand unseres Seins. Die Sehnsucht wird zu einem aufsteigenden und vergehenden Phänomen, das wir mit Mitgefühl willkommen heißen. Dann können wir uns öffnen, und entdecken, dass wir vollständig und heil sind.

Lachen

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Meditieren gelingt am besten mit Humor und Leichtigkeit. Humor rückt die Dinge ins rechte Licht. Der Frieden in uns beginnt mit einem schönen Lächeln. Lachen öffnet und entwaffnet uns. Wir nehmen uns selbst nicht zu ernst. Lachen ist, wie der Dalai Lama immer wieder zeigt, ansteckend und verbindet. Das Gefühl eines Selbst oder allein zu sein, wird aufgelöst. Anselm Grün: „Im Lachen … gebe ich den Dingen, die mich bedrücken mochten, keine Macht, sondern stelle mich über sie.“

Dein Geist – Freund oder Feind?

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Die wichtigste Beziehung in unserem Leben ist es, mit unserem eigenen Geist befreundet zu sein. Das erfordert Gleichmut, Liebe, Mitgefühl und Freude. Für Buddha sind das die unerlässlichen Qualitäten, damit unser Leben gelingt. Er nannte sie die „vier unermesslichen Tugenden“ (brahmavihārās). Sind wir gelassen, können wir alles so akzeptieren, wie es ist, auch das, was wir nicht ändern können. Wir brauchen ein offenes Herz, denn Liebe verbindet. Aus Mitgefühl schließen wir Freundschaft mit uns und anderen. Wenn wir uns tief freuen, verleiht das unserem Dasein Liebe und Sinn. Wir können uns entfalten und diese Energie weitergeben. Die Freude bringt zugleich Hoffnung und Frieden in unsere unsichere Welt. 



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